Deutscher Pokalsieger für GTSV Essen

Was für eine Sensation !
Nach 12 Jahren Abstinenz holte unser Herren-Volleyballteam einen 50 cm großen Pokal bei den 31.Deutschen Gehörlosen-Pokalmeisterschaften am vergangenen Samstag in Paderborn. Es ist das 6.Mal für GTSV Essen nach 2000, 1996, 1993, 1992, 1978.
An dieser Meisterschaft haben 6 Herren- Mannschaften, GTSV Essen, Berliner GSV, GSV Zwickau, Hamburger GSV, GSV Herford und GSC Paderborn, teilgenommen, bis auf  GSV Düsseldorf, die schon wegen Spielermangel abgesagt hat. Damenspiele fanden bedauerlicherweise nicht statt, da nur zwei Mannschaften, Berliner GSV und GSV Zwickau, angemeldet haben. Die Essener Volleyball-Damen hätten eigentlich an dieser Meisterschaft teilnehmen können, konnten jedoch leider aus personellen Gründen nicht antreten.
Es haben in den zwei Gruppen je 3 Mannschaften gebildet. Unsere Herren hatten in der Gruppe A mit Hamburger GSV und Favorit GSV Zwickau mit 2 Gewinnsätzen zu tun. Unser erstes Spiel gegen die nicht starken Hamburger war etwas verkrampft und ging nachher ungefährlich mit 2:0 (25:18, 25:21) an uns. Die Aufstellungstechnik und deren Abstimmungen produzierten dabei ein paar dumme Fehler und mussten direkt verbessert werden, um unbedingt für das nächste Spiel diese Fehler zu vermeiden. Gegen die Zwickauer war es dann ein hart umkämpftes Spiel mit langen Ballwechseln.  Uns war klar, dieses Spiel gewinnen zu müssen, damit wir einen leichten Gegner aus der Gruppe B im Halbfinale bekommen können. Im ersten Satz haben wir Bälle sowohl über Mitte als auch über Aussen druckvoll ins gegenerische Feld geschlagen, was schnell zum hohen Vorsprung führte, und daher mit 25:20 gewonnen. Die Opa-Mannschaft von Zwickau ist bekannt für hervorragende Abwehrleistung, wovor man seinen Hut auf Dauer zieht. Der zweite Satz gestaltete sich als schwierig, da wieder unnötige Abstimmungsfehler zweier Annahme-Spieler und 4 Aufschlagfehler entstanden, spielte aber allgemein auf hohem Niveau und lag bis zum Stand 18 Punkte von Zwickau in Führung. Als wir den Anschluss geschafft haben, kämpften wir von Punkt zu Punkt an den Satz heran, wobei gute Blocktechnik und Lobben ausgenutzt wurden. Bis zum Ende des zweiten Satzes war es ein hart umkämpftes Spiel, was dazu führte, dass die Zwickauer selbst plötzlich Fehler machten, und wir gewannen diesen harten Satz mit einem knappen 25:23 glücklich. Matthias Bork war neben seiner 2.Aufgabe im Diagonal-Bereich ein guter Libero-Chef im Abwehr und rettete die entscheidende Phase, wo ein Ball eigentlich verloren gegangen wäre.
Nach kurzer  Mittagspause kamen die tapferen 6 GTSV-Stammspieler wieder auf dem Feld beim Halbfinalspiel zusammen und spielten lässig und cool, setzten sich leicht gegen GSV Herford, der Zweiter hinter Berlin in der Gruppe B geworden ist, mit 2:0 (25:12, 25:14) durch. Der starke Universalspieler Marko Sudy wurde ausgewechselt für den jungen Reservespieler Johannes Kruse, der eine Menge Spielpraxis zum Lernen brauchte und zeigte ein paar gute Ansätze. Oliver Hupka, unser neuer Mittelblock-Mann aus Mannheim, spielte im Ganzen und Großen ganz gut und kompensierte während dieser Meisterschaft den verletztungsbedingten Ausfall von Mittelblocker Martin Widmann, der sich vor wenigen Wochen einer Ellbogen-Operation unterzogen hat und unterstützte als Trainer die Mannschaft. Zweiter junger Mitteblocker auf dem Feld war Lars Grombelka, der sich von Spiel zu Spiel vor allem im Schnellangriff gesteigert und ein Lob von ganzer Mannschaft verdient hat. Ein weiterer Reservespieler aus unserem Kader, Philipp Wacker nahm leider an dieser Meisterschaft aus beruflichen Gründen nicht teil.

Gegen Berliner GSV war das Final-Spiel entscheidend und bedeutsam für alle 10 GTSV-Spieler, da sie den Wander-Pokal wie immer jedes Jahr knapp verpasst hatten. Daran war aber diesmal nicht zu denken. Wir dachten nur positiv, da wir noch nichts zu verlieren hatten. Das Ende mit dem 12-jährigen Warten auf Triumph dieser Pokalmeisterschaft hat sich gelohnt, indem wir wieder wie beim Zwickau-Spiel ein anderes Aufstellungsystem verwendet und somit das Finale gegen Meister Berliner GSV zu unserem Sieg geführt haben. Es war eine große Energieleistung auf beiden Seiten zu sehen, da dieses hauchdünne Spiel mit 2:0 (25:23, 27:25 ) knapp ausgegangen ist. Keiner hat sich selbst aufgegeben. Auch wenn wir ein paar unangenehme Fehler produziert haben, bewahrten wir die Ruhe im Spiel wie nie zuvor, worauf wir vom Trainer beim Time-Out öfter hingewiesen wurden. Marko Sudy spielte in diesem Spiel als Mittelblocker, der sich viele Punkte durch Blocken und Schnellangriffe holte, und Matthias Bork agierte gleichzeitig als guter Diagonalangreifer. Zuspieler Patrick Kelch zeigte dabei wie gegen Zwickau eine Weltklasse-Qualtität. Aussenangreifer Tobias Franz und Sebastian Preiß waren einfach in Bestform in diesem Finale. Als das Spiel zu Ende war, brach der große Jubel aus. Es war eine große Freude über den Sieg dieses Turniers, und es war auch eine wichtige Form des Hintergedankens: Eine geschlossene Mannschaft mit Teamgeist. Den dritten Platz belegte GSV Zwickau vor GSV Herford. Hamburger GSV landete auf dem letzten Platz hinter GSV Paderborn. Während der Siegerehrung haben wir uns für das tolle Turnier und die gute Oragnisation bei GSC Paderborn bedankt.

Deutscher Pokalsieger 2012 Aufm Bild: Patrick Kelch, Lars Grombelka, Johannes Kruse, Tobias Franz, Sebastian Preiß, Marko Sudy, Martin Widmann, Oliver Hupka, Matthias Bork, Verbandsfachwart Jürgen Deimel

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